Auf der Marienburger Straße in Goslar gilt seit dieser Woche eine neue Verkehrsführung. Grund ist der vierte Bauabschnitt eines umfangreichen Straßenbauprojekts im Stadtteil Jürgenohl, bei dem unter anderem ein neuer Kreisverkehr entsteht. Während einzelne Verbindungen wieder freigegeben wurden, bleiben zentrale Abschnitte gesperrt – und die Auswirkungen auf den Verkehr werden die Stadt noch mehrere Wochen begleiten.
Goslar, 17. Juni 2026 – Die Bauarbeiten an der Marienburger Straße erreichen einen weiteren wichtigen Meilenstein. Mit dem Beginn des vierten Bauabschnitts hat die Stadt Goslar die Verkehrsführung erneut angepasst. Für Anwohner, Pendler und den öffentlichen Nahverkehr ändern sich damit mehrere gewohnte Fahrbeziehungen. Ziel der Maßnahmen ist die Fortsetzung eines umfangreichen Umbaus, der den Verkehrsknotenpunkt im Bereich Marienburger Straße, Ortelsburger Straße und Bromberger Straße grundlegend modernisieren soll.
Die Marienburger Straße zählt zu den wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen im Goslarer Stadtteil Jürgenohl. Entsprechend deutlich wirken sich die Arbeiten auf den täglichen Verkehr aus. Gleichzeitig werden nun erste Fortschritte sichtbar: Einige Bereiche sind wieder erreichbar, während andere Abschnitte vorübergehend stärker eingeschränkt werden.
Neue Verkehrsführung auf der Marienburger Straße bis Ende Juli
Mit dem Start des vierten Bauabschnitts wurde die Einmündung der Braunsberger Straße in die Marienburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Für viele Anwohner bedeutet dies eine spürbare Entlastung, da eine wichtige Verbindung nach längerer Einschränkung erneut genutzt werden kann.
Anders stellt sich die Situation an anderer Stelle dar. Die östliche Fahrbahn der Marienburger Straße bleibt weiterhin zwischen den Einmündungen Ortelsburger Straße und Braunsberger Straße gesperrt. Zudem wurde die Einmündung der Ortelsburger Straße geschlossen. Die aktuelle Verkehrsregelung soll nach Angaben der Stadt bis zum 24. Juli bestehen bleiben.
Wer die Marienburger Straße regelmäßig nutzt, muss sich daher weiterhin auf veränderte Wegeführungen einstellen. Die Stadt setzt dabei auf ein abgestuftes Umleitungskonzept, das unterschiedliche Verkehrsarten berücksichtigt.
Welche Umleitungen aktuell gelten
Für Anlieger, Busse und Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen bleibt eine örtliche Umleitung eingerichtet. Diese führt über die Ortelsburger Straße und die Braunsberger Straße in Richtung Fliegerhorst.
Entlang dieser Strecke wurden Halteverbote angeordnet, um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Die Regelung soll verhindern, dass parkende Fahrzeuge die Durchfahrt auf den temporär stärker belasteten Straßen erschweren.
Der übrige Verkehr wird weiterhin über die bereits eingerichteten großräumigen Umleitungen geführt.
| Verkehrsart | Aktuelle Verkehrsführung |
|---|---|
| Anlieger, Busse und Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen | Über Ortelsburger Straße und Braunsberger Straße |
| Durchgangsverkehr | Über die großräumigen Umleitungsstrecken der Stadt |
Neuer Kreisverkehr bildet das Herzstück der Baumaßnahme
Im Zentrum des Projekts steht der Umbau des Kreuzungsbereichs Marienburger Straße, Ortelsburger Straße und Bromberger Straße. Dort entsteht ein neuer Kreisverkehr, der künftig den Verkehrsfluss verbessern und die Verkehrssicherheit erhöhen soll.
Der Bereich gilt seit Jahren als wichtiger Knotenpunkt innerhalb des Stadtteils Jürgenohl. Mit dem Neubau verfolgt die Stadt das Ziel, den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen und die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur langfristig zu stärken.
Der Kreisverkehr ist jedoch nur ein Teil eines deutlich größeren Gesamtprojekts. Parallel werden weitere Abschnitte der Marienburger Straße umfassend modernisiert. Dazu gehören sowohl Arbeiten an der Fahrbahn als auch Anpassungen für den Fuß- und Radverkehr.
Umfangreiche Modernisierung entlang der Marienburger Straße
Die Baumaßnahme umfasst mehrere Teilprojekte, die ineinandergreifen. Neben dem Neubau des Kreisverkehrs werden auch bestehende Verkehrsflächen grundlegend erneuert.
- Erneuerung der Fahrbahndecke
- Neugestaltung des Kreuzungsbereichs
- Ausbau und Verbesserung der Radverkehrsanlagen
- Modernisierung von Gehwegen
- Anpassungen an der Entwässerungsinfrastruktur
Durch diese Kombination von Maßnahmen soll die Marienburger Straße nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer für unterschiedliche Verkehrsteilnehmer werden. Insbesondere Radfahrer und Fußgänger sollen von den Veränderungen profitieren.
Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten
Um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst zu begrenzen, wird das Projekt in insgesamt fünf Bauabschnitten umgesetzt. Dieses Vorgehen erlaubt es, einzelne Bereiche nacheinander zu bearbeiten und gleichzeitig wichtige Verkehrsverbindungen zumindest teilweise aufrechtzuerhalten.
Dennoch waren in den vergangenen Monaten immer wieder Einschränkungen unvermeidbar. Vor allem während der dritten Bauphase mussten Verkehrsteilnehmer mit erheblichen Behinderungen rechnen.
Bereits im Frühjahr kam es zu deutlichen Einschränkungen
Im Zuge des vorherigen Bauabschnitts war die Marienburger Straße im Bereich zwischen Jürgenohl und Fliegerhorst zeitweise vollständig gesperrt. Während dieser Phase konnten Fahrzeuge aus der Troppauer Straße lediglich in Richtung Innenstadt auf den bereits fertiggestellten Abschnitt der Marienburger Straße einfahren.
Für viele Pendler bedeutete dies längere Fahrzeiten und Umwege. Auch der öffentliche Nahverkehr musste zeitweise angepasste Streckenführungen nutzen.
Mit dem Wechsel in den vierten Bauabschnitt verschiebt sich nun der Schwerpunkt der Arbeiten. Die Wiederfreigabe der Braunsberger Straße zeigt zugleich, dass einzelne Bauabschnitte planmäßig abgeschlossen werden konnten.
Investition in die Verkehrsinfrastruktur von Goslar
Die Modernisierung der Marienburger Straße gehört zu den größeren kommunalen Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre in diesem Bereich der Stadt. Das Gesamtvolumen der Maßnahme liegt bei rund 1,6 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil der Finanzierung wird durch Fördermittel des Landes Niedersachsen unterstützt.
Die Investition soll nicht nur aktuelle Probleme lösen, sondern die Infrastruktur langfristig auf zukünftige Anforderungen vorbereiten. Gerade stark frequentierte Straßen wie die Marienburger Straße spielen für die Erreichbarkeit von Wohngebieten, Gewerbestandorten und öffentlichen Einrichtungen eine wichtige Rolle.
Im Zuge der Arbeiten erhält die Straße unter anderem einen neuen Asphaltaufbau. Gleichzeitig werden die Verkehrsflächen an heutige Anforderungen angepasst und bestehende Anlagen modernisiert.
Erreichbarkeit bleibt trotz Bauarbeiten gewährleistet
Nach Angaben der Stadt soll die Erreichbarkeit der angrenzenden Grundstücke während der gesamten Bauzeit grundsätzlich erhalten bleiben. Einschränkungen können jedoch abhängig vom jeweiligen Baufortschritt auftreten.
Verkehrsteilnehmer werden deshalb gebeten, die ausgeschilderten Verkehrsregelungen zu beachten und insbesondere die eingerichteten Halteverbote entlang der Umleitungsstrecken einzuhalten. Nur so könne die temporäre Verkehrsführung ihre Wirkung entfalten und unnötige Behinderungen vermieden werden.
Auch für Fußgänger bleiben die betroffenen Bereiche grundsätzlich zugänglich. Je nach Baufortschritt können sich allerdings einzelne Wegeführungen ändern.
Ein Projekt auf dem Weg zur Fertigstellung
Mit dem vierten Bauabschnitt nähert sich die umfassende Umgestaltung der Marienburger Straße ihrem nächsten entscheidenden Schritt. Noch bestimmen Bauzäune, Umleitungen und Sperrungen das Bild entlang der Strecke. Gleichzeitig werden die Ergebnisse des Projekts zunehmend sichtbar. Die Rückkehr der Braunsberger Straße in den regulären Verkehr ist eines der ersten Zeichen dafür, dass einzelne Teilbereiche bereits abgeschlossen werden konnten.
Bis zur endgültigen Fertigstellung bleibt Geduld gefragt. Für viele Verkehrsteilnehmer bedeutet die aktuelle Verkehrsführung weiterhin Umwege und Anpassungen im Alltag. Langfristig soll die modernisierte Marienburger Straße jedoch genau jene Verbesserungen bringen, auf die das Projekt von Beginn an ausgerichtet war: mehr Verkehrssicherheit, bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger sowie einen leistungsfähigeren Verkehrsfluss in einem der wichtigsten Straßenbereiche Goslars.


















