Der Quedlinburger Musiksommer eröffnet seine 46. Saison am 20. Juni mit einem prominent besetzten Konzert in der Marktkirche St. Benedikti. Die Staatskapelle Halle bringt Werke von Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy in die Welterbestadt und setzt damit den Auftakt für eine Konzertreihe, die bis September insgesamt 13 Veranstaltungen umfasst. Zugleich beginnt für das traditionsreiche Festival ein neues Kapitel unter der Leitung des neuen Intendanten Alexander Kuhlo.
Quedlinburg, 10. Juni 2026.
Mit einem Programm, das zwei der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte vereint, startet der Quedlinburger Musiksommer in seine neue Saison. Wenn am 20. Juni die ersten Besucher die Marktkirche St. Benedikti betreten, beginnt nicht nur ein einzelner Konzertabend, sondern der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Kulturereignissen Sachsen-Anhalts zählt.
Der Quedlinburger Musiksommer geht 2026 in seine 46. Auflage. Unter dem Jahresmotto „Sehnsucht“ stehen bis September insgesamt 13 Konzerte auf dem Programm. Den Auftakt gestaltet die Staatskapelle Halle unter der Leitung von Andreas Wolf. Mit Werken von Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy setzen die Organisatoren bewusst auf ein Programm, das zentrale Werke des klassischen Konzertrepertoires zusammenführt.
Quedlinburger Musiksommer startet mit Beethovens berühmter Fünfter
Im Mittelpunkt des Eröffnungskonzerts steht Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67. Kaum ein Werk der klassischen Musik besitzt einen vergleichbaren Wiedererkennungswert. Die markanten vier Anfangstöne gehören zu den bekanntesten Motiven der Musikgeschichte und haben die Wahrnehmung der Sinfonik weit über den Konzertsaal hinaus geprägt.
Dass ausgerechnet dieses Werk den Quedlinburger Musiksommer eröffnet, unterstreicht den Anspruch des Festivals, künstlerische Qualität und musikalische Strahlkraft miteinander zu verbinden. Die 5. Sinfonie zählt zu jenen Kompositionen, die auch mehr als zwei Jahrhunderte nach ihrer Entstehung weltweit regelmäßig aufgeführt werden.
Doch der Abend erschöpft sich nicht in einem einzigen Höhepunkt. Das Programm wurde als geschlossener Konzertbogen konzipiert und verbindet unterschiedliche musikalische Perspektiven des 19. Jahrhunderts.
Auftakt mit „Egmont“ und romantischem Violinkonzert
Den Beginn bildet Beethovens Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel „Egmont“. Das Werk entstand im Zusammenhang mit der Bühnenmusik zu Goethes Drama und zählt heute zu den bekanntesten Konzertouvertüren des Komponisten. Mit ihrer klaren Dramaturgie und ihrer kompakten Form eignet sie sich seit Jahrzehnten als wirkungsvoller Konzertauftakt.
Im Anschluss folgt Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert e-Moll op. 64. Es gehört zu den bedeutendsten Violinkonzerten der Romantik und nimmt bis heute einen festen Platz im internationalen Konzertbetrieb ein.
Die Solopartie übernimmt Leo Esselson, Erster Konzertmeister der Staatskapelle Halle. Damit setzt das Eröffnungskonzert nicht nur auf ein renommiertes Orchester, sondern auch auf einen Solisten aus den eigenen Reihen des Klangkörpers.
Das Programm des Abends im Überblick:
- Ludwig van Beethoven: Ouvertüre „Egmont“ op. 84
- Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll op. 64
- Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Das Motto „Sehnsucht“ prägt die gesamte Saison
Jede Ausgabe des Quedlinburger Musiksommers steht unter einem eigenen Leitgedanken. Für das Jahr 2026 haben sich die Veranstalter für das Thema „Sehnsucht“ entschieden. Das Motiv soll sich als inhaltlicher Faden durch die gesamte Saison ziehen und unterschiedliche musikalische Ausdrucksformen miteinander verbinden.
Die Wahl des Mottos knüpft an eine lange Tradition des Festivals an. Seit vielen Jahren werden die Programme nicht allein nach stilistischen Gesichtspunkten zusammengestellt, sondern auch unter einem übergeordneten thematischen Blickwinkel entwickelt. Dadurch entstehen Verbindungen zwischen Werken unterschiedlicher Epochen und musikalischer Strömungen.
Gerade in der klassischen Musik findet das Thema Sehnsucht immer wieder seinen Ausdruck – sei es in sinfonischen Werken, geistlicher Musik oder Kammermusik. Der Quedlinburger Musiksommer greift diesen Gedanken auf und macht ihn zum verbindenden Element der Saison.
Neue Verantwortung für die künstlerische Leitung
Die diesjährige Ausgabe markiert zugleich einen personellen Wechsel. Seit dem Frühjahr verantwortet Alexander Kuhlo als neuer Kantor und Intendant die künstlerische Leitung des Festivals. Anfang Mai stellte er gemeinsam mit den Organisatoren das Programm für die Saison 2026 vor.
Damit beginnt für den Quedlinburger Musiksommer eine neue Phase. Gleichzeitig bleibt die Veranstaltung ihrer bewährten Grundidee treu: Hochkarätige Konzerte an historisch bedeutenden Orten mit einer engen Verbindung zwischen Musik, Architektur und Stadtkultur.
Eine feste Größe im Kulturkalender Sachsen-Anhalts
Der Quedlinburger Musiksommer gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Musikfestivals der Region. Aus einer ursprünglich kleineren Konzertreihe entwickelte sich im Laufe der Jahre ein Festival mit überregionaler Ausstrahlung. Besucher reisen regelmäßig aus verschiedenen Teilen Deutschlands an, um die Konzerte in der UNESCO-Welterbestadt zu erleben.
Die historische Kulisse Quedlinburgs bildet dabei einen wesentlichen Teil des Festivalcharakters. Kirchen, Sakralbauten und historische Veranstaltungsorte schaffen einen Rahmen, der den Konzerten eine besondere Atmosphäre verleiht, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.
Vor allem die Marktkirche St. Benedikti hat sich als zentrale Spielstätte etabliert. Hier finden regelmäßig die großen Orchesterkonzerte statt. Auch das Eröffnungskonzert des Quedlinburger Musiksommers 2026 wird dort ausgerichtet.
Zwischen Barock, Kammermusik und großen Orchesterwerken
Das Festivalprogramm beschränkt sich traditionell nicht auf sinfonische Musik. Neben Orchesterkonzerten umfasst der Quedlinburger Musiksommer regelmäßig Kammermusikabende, Vokalkonzerte, geistliche Musik sowie Orgelprogramme.
Diese Vielfalt gehört seit vielen Jahren zu den Markenzeichen der Konzertreihe. Bekannte Werke stehen dabei neben seltener gespielten Kompositionen. Dadurch gelingt es dem Festival, sowohl erfahrene Konzertbesucher als auch musikinteressierte Gäste anzusprechen, die erstmals den Weg zu einer Veranstaltung des Quedlinburger Musiksommers finden.
Bis Mitte September werden die verschiedenen Spielstätten der Stadt erneut zum Treffpunkt für Musiker, Ensembles und Publikum. Insgesamt sind 13 Veranstaltungen angekündigt.
Warum der Auftakt besondere Aufmerksamkeit erhält
Eröffnungskonzerte besitzen innerhalb eines Festivals stets eine besondere Bedeutung. Sie setzen den ersten künstlerischen Akzent und geben einen Eindruck davon, welche Handschrift die kommende Saison prägen soll.
Beim Quedlinburger Musiksommer fällt dieser Auftakt 2026 besonders markant aus. Mit der Staatskapelle Halle steht eines der traditionsreichsten Orchester Mitteldeutschlands auf dem Podium. Gleichzeitig verbindet das Programm drei Werke, die unterschiedliche Facetten des klassischen Repertoires zeigen und dennoch eine gemeinsame musikalische Linie erkennen lassen.
Die Verbindung aus Beethoven und Mendelssohn, aus Sinfonik und Solokonzert, aus Klassik und Romantik bildet damit den Rahmen für den Start einer Konzertreihe, die seit Jahrzehnten zum kulturellen Selbstverständnis Quedlinburgs gehört.
Der Beginn eines musikalischen Sommers in der Welterbestadt
Wenn am 20. Juni die letzten Töne von Beethovens 5. Sinfonie in der Marktkirche St. Benedikti verklingen, wird zugleich der Grundstein für eine neue Festivalsaison gelegt sein. Der Quedlinburger Musiksommer startet damit in einen Konzertsommer, der bis in den September hinein reicht und erneut Musiker, Ensembles und Besucher in die Welterbestadt führt. Für Quedlinburg bedeutet das nicht nur den Beginn einer traditionsreichen Veranstaltungsreihe, sondern auch die Fortsetzung eines Kulturformats, das seit Jahrzehnten weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird.


















