Der Harzgeröder Klippenlauf zählt zu den traditionsreichsten Laufveranstaltungen im Harz. Auch für die 45. Ausgabe Anfang Juni werden wieder zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Unterharz erwartet. Die Anmeldung für mehrere Wettbewerbe – vom Kinderlauf bis zum Halbmarathon – ist weiterhin geöffnet. Für die Region ist die Veranstaltung längst mehr als nur ein Sporttermin.
Harzgerode, 19. Mai 2026 – Der Harzgeröder Klippenlauf geht in seine 45. Runde. Wenn Anfang Juni hunderte Läuferinnen und Läufer durch die Wälder rund um das Selketal starten, wird aus einer regionalen Sportveranstaltung erneut ein Ereignis, das weit über den eigentlichen Wettbewerb hinausreicht. Der traditionsreiche Lauf im Unterharz verbindet anspruchsvolle Streckenprofile mit Naturkulisse, Vereinsarbeit und touristischer Strahlkraft – eine Kombination, die den Klippenlauf seit Jahrzehnten prägt.
Am 7. Juni 2026 fällt in Harzgerode der Startschuss für mehrere Wettbewerbe. Auf dem Programm stehen kurze Distanzen für Kinder und Freizeitläufer ebenso wie längere Strecken für ambitionierte Ausdauersportler. Herzstück der Veranstaltung bleibt der klassische Hauptlauf über 15 Kilometer. Hinzu kommt ein Halbmarathon, der mit seinen Höhenmetern und schmalen Waldpassagen zu den anspruchsvolleren Läufen der Region gehört.
Die Anmeldung ist weiterhin möglich. Nach Angaben der Organisatoren rechnen die Veranstalter erneut mit einem großen Teilnehmerfeld. Schon in den vergangenen Jahren zog der Klippenlauf Läuferinnen und Läufer weit über die Grenzen des Landkreises Harz hinaus an.
Der Klippenlauf setzt auf Tradition und anspruchsvolle Strecken
Der Harzgeröder Klippenlauf gehört zu jenen Veranstaltungen, die sich ihren Charakter über Jahrzehnte bewahrt haben. Während viele Laufevents zunehmend auf urbane Kulissen oder reine Breitensportformate setzen, bleibt der Wettbewerb im Unterharz seinem Profil treu: Natur, Höhenmeter und technisch anspruchsvolle Strecken stehen weiterhin im Mittelpunkt.
Start und Ziel befinden sich erneut im Bereich des Hundeplatzes am Förstereiweg in Harzgerode. Von dort aus führen die verschiedenen Routen durch Waldgebiete, über schmale Pfade und entlang felsiger Abschnitte. Besonders die längeren Distanzen verlaufen teilweise durch das Selketal sowie in Richtung Alexisbad und Mägdesprung.
Gerade diese Mischung macht den Reiz des Klippenlaufs aus. Die Strecken gelten als abwechslungsreich, stellen die Teilnehmenden jedoch auch vor körperliche Herausforderungen. Steigungen wechseln sich mit schnellen Passagen ab, hinzu kommen schmale Trails und naturbelassene Waldwege.
Beim Hauptlauf summieren sich die Höhenmeter auf rund 330 Meter. Auf der Halbmarathon-Distanz steigt dieser Wert noch einmal deutlich an. Für erfahrene Trail- und Crossläufer gehört genau das zum besonderen Charakter der Veranstaltung.
Vom Kinderlauf bis zum Halbmarathon
Der Klippenlauf richtet sich traditionell nicht ausschließlich an Leistungssportler. Vielmehr gehört die breite sportliche Ausrichtung seit Jahren zum Konzept der Veranstaltung. Kinder und Jugendliche erhalten eigene Wettbewerbe über kurze Distanzen. Hinzu kommen Strecken für Hobbyläufer und ambitionierte Freizeitsportler.
Geplant sind Läufe über 1 Kilometer, 2,5 Kilometer und 5 Kilometer. Ergänzt wird das Programm durch den 15-Kilometer-Hauptlauf sowie den Halbmarathon über 21,1 Kilometer.
Die Organisatoren setzen damit bewusst auf ein generationsübergreifendes Angebot. Während ambitionierte Teilnehmer die langen Distanzen nutzen, kommen viele Familien wegen der kürzeren Strecken nach Harzgerode. Der Klippenlauf entwickelt dadurch Jahr für Jahr eine besondere Mischung aus Wettkampfatmosphäre und regionalem Volksfestcharakter.
Auch Wander- und Nordic-Walking-Angebote gehören traditionell zum Umfeld der Veranstaltung. Im Zielbereich planen die Veranstalter erneut gastronomische Angebote sowie ein Rahmenprogramm für Besucherinnen und Besucher.
Sportereignis mit Bedeutung für den Unterharz
Der Harzgeröder Klippenlauf ist längst mehr als ein Termin im Laufkalender. Für Harzgerode und die umliegenden Orte besitzt die Veranstaltung inzwischen auch wirtschaftliche und touristische Bedeutung.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen bereits am Vortag an oder verbinden den Wettkampf mit einem längeren Aufenthalt im Harz. Hotels, Pensionen und Gastronomiebetriebe profitieren regelmäßig von dem zusätzlichen Besucheraufkommen. Gerade kleinere Orte im Unterharz setzen zunehmend auf Veranstaltungen dieser Art, um touristische Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Der Klippenlauf passt dabei in die Entwicklung des Harzes als Outdoor- und Aktivregion. Neben Wanderwegen, Mountainbike-Strecken und Wintersportangeboten gewinnen auch Trailrunning- und Naturveranstaltungen seit Jahren an Bedeutung. Die Verbindung aus Landschaft und sportlicher Herausforderung zieht längst nicht mehr nur regionale Teilnehmer an.
Der Wettbewerb in Harzgerode gehört innerhalb dieser Entwicklung zu den etablierten Veranstaltungen. Seine lange Geschichte verschafft ihm einen besonderen Stellenwert im regionalen Veranstaltungskalender.
Seit Jahrzehnten fester Bestandteil des regionalen Sports
Die Geschichte des Klippenlaufs reicht bis in die frühen 1980er-Jahre zurück. Damit zählt die Veranstaltung zu den traditionsreichsten Laufereignissen in Sachsen-Anhalt. Organisiert wird der Lauf seit vielen Jahren vom Wintersportverein Harzgerode e.V.
Der Verein engagiert sich nicht nur im Wintersport, sondern organisiert seit Jahrzehnten verschiedene Breitensportangebote in der Region. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer übernehmen dabei große Teile der Organisation – von der Streckensicherung bis zur Versorgung im Zielbereich.
Gerade diese ehrenamtliche Struktur gilt als entscheidender Faktor für die Kontinuität der Veranstaltung. Viele regionale Sportevents kämpfen inzwischen mit steigenden Kosten und wachsendem organisatorischem Aufwand. Der Klippenlauf konnte sich dennoch dauerhaft etablieren.
Auch die Teilnehmerzahlen blieben in den vergangenen Jahren stabil. Frühere Austragungen erreichten regelmäßig mehrere hundert Starterinnen und Starter. Die Organisatoren rechnen deshalb erneut mit einer hohen Nachfrage.
Die Strecke gilt als besonderer Reiz des Klippenlaufs
Wer in Harzgerode startet, trifft nicht auf einen klassischen Straßenlauf. Der Klippenlauf lebt von seinem Geländeprofil und der unmittelbaren Nähe zur Natur. Gerade erfahrene Läuferinnen und Läufer schätzen die Kombination aus technischen Passagen und landschaftlicher Kulisse.
Abschnitte entlang der Selketalbahn, Waldwege mit Wurzelpassagen und felsige Anstiege prägen das Streckenbild. Dazu kommen wechselnde Untergründe, die den Lauf anspruchsvoll machen. Viele Teilnehmer sehen genau darin den Unterschied zu herkömmlichen Stadtläufen.
Der Unterharz bietet dafür ideale Voraussetzungen. Dichte Waldgebiete, Höhenzüge und schmale Täler sorgen für abwechslungsreiche Streckenprofile. Besonders bei frühsommerlichen Temperaturen entwickelt der Lauf dadurch eine eigene Atmosphäre.
Gleichzeitig verlangt die Strecke den Teilnehmern einiges ab. Gerade die längeren Distanzen gelten trotz ihrer vergleichsweise moderaten Kilometerzahl als körperlich fordernd. Kondition allein reicht häufig nicht aus – auch Trittsicherheit und eine gute Renneinteilung spielen eine wichtige Rolle.
Organisation setzt erneut auf klare Abläufe
Für die 45. Ausgabe haben die Veranstalter mehrere organisatorische Hinweise veröffentlicht. Dazu gehören Vorgaben zur Befestigung der Startnummern sowie Hinweise zu Startunterlagen und Zeitabläufen.
Die Ausgabe der Unterlagen erfolgt direkt am Veranstaltungstag vor Ort. Der Halbmarathon startet traditionell vor den kürzeren Wettbewerben. Wegen begrenzter Kapazitäten empfehlen die Organisatoren eine frühzeitige Anmeldung.
Darüber hinaus setzen die Veranstalter weiterhin auf ein möglichst reibungsloses Ablaufkonzept entlang der Strecke. Streckenposten und Helfer sollen insbesondere an den technisch anspruchsvolleren Abschnitten für Orientierung und Sicherheit sorgen.
Der Klippenlauf bleibt ein Symbol für regionales Engagement
Sportveranstaltungen wie der Harzgeröder Klippenlauf erfüllen im ländlichen Raum häufig mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie schaffen Sichtbarkeit für kleinere Städte, stärken das Vereinsleben und bringen Besucher in die Region. Gerade im Harz besitzen solche Veranstaltungen deshalb einen besonderen Stellenwert.
Hinzu kommt der generationsübergreifende Charakter des Klippenlaufs. Kinder starten auf kurzen Distanzen, ambitionierte Sportler nutzen den Halbmarathon, Familien verbringen den Tag entlang der Strecke oder im Zielbereich. Dadurch entsteht ein Veranstaltungsformat, das weit über den eigentlichen Wettkampf hinausreicht.
Für Harzgerode ist der Klippenlauf deshalb auch ein Stück regionaler Identität geworden. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kehren seit Jahren regelmäßig zurück. Andere entdecken die Veranstaltung erstmals – oft verbunden mit einem Aufenthalt im Unterharz.
Mit der 45. Ausgabe setzt sich diese lange Tradition nun fort. Der Klippenlauf bleibt damit nicht nur ein sportlicher Termin im Kalender, sondern auch ein Beispiel dafür, wie stark ehrenamtliches Engagement und regionale Verbundenheit eine Veranstaltung über Jahrzehnte tragen können.
Zwischen Naturkulisse und sportlicher Herausforderung
Der Reiz des Harzgeröder Klippenlaufs liegt am Ende genau in dieser Verbindung: anspruchsvolle Strecken, landschaftliche Kulisse und eine Veranstaltung, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Während viele Laufevents zunehmend standardisiert wirken, setzt der Klippenlauf weiterhin auf Eigenständigkeit und regionale Verwurzelung.
Wenn Anfang Juni die ersten Starterinnen und Starter durch die Wälder des Unterharzes laufen, beginnt deshalb nicht einfach nur ein weiterer Volkslauf. Für viele Beteiligte ist die Veranstaltung längst ein fester Bestandteil des regionalen Sommers geworden – getragen von Sport, Ehrenamt und der besonderen Landschaft des Harzes.


















