Landwirtschaft sichtbar machen, Vertrauen schaffen, Einblicke ermöglichen: Beim Tag des offenen Hofes öffnen landesweit zahlreiche Betriebe ihre Tore für Besucherinnen und Besucher. Zwischen Nordseeküste und Harz erhalten Verbraucher direkte Einblicke in moderne Landwirtschaft, Tierhaltung und Lebensmittelproduktion. Die Veranstaltung zeigt, wie vielfältig die Betriebe im Agrarland Niedersachsen arbeiten – und warum der Austausch zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft für viele Höfe wichtiger geworden ist denn je.

Niedersachsen, 7. Juni 2026 – Wer wissen möchte, wie Lebensmittel entstehen, wie moderne Tierhaltung funktioniert oder welche Technik heute auf den Feldern eingesetzt wird, bekommt an diesem Wochenende eine seltene Gelegenheit dazu. Beim Tag des offenen Hofes laden landwirtschaftliche Betriebe in ganz Niedersachsen dazu ein, ihren Alltag kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen einer Branche zu werfen, die das Bundesland seit Generationen prägt.

Die Aktion zählt zu den größten Informationsveranstaltungen der Landwirtschaft in Niedersachsen. Von der Nordseeküste bis in die Harzregion öffnen nahezu 50 Höfe ihre Tore. Besucher erhalten Einblicke in Ackerbau, Tierhaltung, Direktvermarktung, nachhaltige Produktionsverfahren und moderne Agrartechnik. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung Raum für Gespräche über Themen, die die Landwirtschaft seit Jahren begleiten und die öffentliche Diskussion prägen.

Tag des offenen Hofes bringt Verbraucher und Landwirtschaft zusammen

Der Tag des offenen Hofes verfolgt ein klares Ziel: Landwirtschaft soll dort erlebbar werden, wo sie stattfindet. Nicht auf Bildschirmen oder in politischen Debatten, sondern auf Höfen, in Ställen, auf Feldern und in den Arbeitsbereichen der Betriebe.

Für viele Verbraucher ist der direkte Kontakt zur Landwirtschaft inzwischen selten geworden. Die Lebensmittelproduktion findet oft außerhalb des unmittelbaren Alltags statt. Gleichzeitig wächst das Interesse an Herkunft, Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Veranstaltung an.

Besucher können Fragen stellen, Arbeitsabläufe kennenlernen und sich selbst ein Bild davon machen, wie landwirtschaftliche Betriebe heute arbeiten. Die Gespräche finden dabei nicht in einem theoretischen Rahmen statt, sondern unmittelbar dort, wo täglich produziert, versorgt und organisiert wird.

Der Tag des offenen Hofes schafft damit eine Form der Transparenz, die in öffentlichen Diskussionen häufig eingefordert wird. Für viele Betriebe ist die persönliche Begegnung mit Verbrauchern inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Öffentlichkeitsarbeit geworden.

Ein Spiegel der Vielfalt im Agrarland Niedersachsen

Die teilnehmenden Höfe zeigen zugleich die enorme Bandbreite der niedersächsischen Landwirtschaft. Niedersachsen gehört zu den wichtigsten Agrarstandorten Deutschlands. Entsprechend unterschiedlich fallen die Betriebsformen, Produktionsschwerpunkte und regionalen Besonderheiten aus.

Zu den vertretenen Bereichen gehören:

  • Milchvieh- und Rinderhaltung
  • Schweine- und Geflügelbetriebe
  • Ackerbaubetriebe
  • Obst- und Gemüseerzeugung
  • Ökologisch wirtschaftende Höfe
  • Schaf- und Ziegenhaltung
  • Pferdebetriebe
  • Fischzuchtbetriebe
  • Direktvermarkter regionaler Lebensmittel

Die Liste verdeutlicht, wie unterschiedlich die Landwirtschaft innerhalb eines einzigen Bundeslandes organisiert ist. Während in einigen Regionen Tierhaltung das Bild prägt, stehen andernorts Ackerbau, Sonderkulturen oder die Direktvermarktung im Mittelpunkt.

Von der Küste bis zum Harz: Höfe öffnen ihre Tore im ganzen Land

Die Standorte der teilnehmenden Betriebe verteilen sich über nahezu alle Regionen Niedersachsens. Dadurch erhalten Besucher die Möglichkeit, landwirtschaftliche Betriebe in ganz unterschiedlichen Landschaftsräumen kennenzulernen.

Von den Küstenregionen über die Lüneburger Heide bis in das Weserbergland und die Harzregion reicht das Spektrum der teilnehmenden Höfe. Jede Region bringt dabei ihre eigenen Schwerpunkte mit. Die unterschiedlichen natürlichen Bedingungen spiegeln sich ebenso in den Produktionsformen wider wie die wirtschaftlichen Strukturen vor Ort.

Auch im südlichen Niedersachsen beteiligen sich Betriebe an der Aktion. Rund um den Harz stehen unter anderem Fragen zur regionalen Wertschöpfung, zur Tierhaltung und zum Ackerbau im Mittelpunkt. Besucher erhalten Einblicke in Produktionsabläufe und erfahren, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bevor aus landwirtschaftlichen Rohstoffen Lebensmittel werden.

Gleichzeitig wird sichtbar, wie stark sich die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Moderne Technik, digitale Anwendungen und neue Anforderungen an Umwelt- und Ressourcenschutz prägen heute vielerorts den Betriebsalltag.

Direkte Gespräche statt öffentlicher Schlagworte

Kaum ein Wirtschaftsbereich steht so regelmäßig im Mittelpunkt gesellschaftlicher Diskussionen wie die Landwirtschaft. Fragen zur Tierhaltung, zum Einsatz von Betriebsmitteln, zu Umweltauflagen oder zur Zukunft ländlicher Räume werden intensiv diskutiert.

Der Tag des offenen Hofes bietet die Möglichkeit, diese Themen unmittelbar mit den Menschen zu besprechen, die täglich in der Landwirtschaft arbeiten. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Abläufe zu hinterfragen. Umgekehrt erhalten Landwirte Einblicke in die Erwartungen und Sichtweisen der Verbraucher.

Gerade dieser unmittelbare Austausch gehört zu den wesentlichen Merkmalen der Veranstaltung. Er schafft Raum für Gespräche jenseits von Schlagworten und ermöglicht einen Blick auf die praktischen Herausforderungen des Berufsalltags.

Für viele Betriebe ist dies eine Gelegenheit, ihre Arbeit transparent zu erläutern und nachvollziehbar zu machen. Besucher wiederum können Eindrücke gewinnen, die sich weder durch Berichte noch durch Bilder vollständig vermitteln lassen.

Familienprogramm, Technik und regionale Lebensmittel

Neben fachlichen Informationen richtet sich der Tag des offenen Hofes bewusst an Familien. Viele Betriebe haben Programme vorbereitet, die Landwirtschaft für Kinder und Erwachsene gleichermaßen erlebbar machen.

Hofführungen, Einblicke in Stallanlagen, Begegnungen mit Tieren oder Präsentationen moderner Landmaschinen gehören vielerorts zum Angebot. Auf einigen Höfen stehen zudem regionale Lebensmittel und deren Herstellung im Mittelpunkt.

Dadurch entsteht ein umfassender Eindruck davon, welche Leistungen landwirtschaftliche Betriebe weit über die eigentliche Produktion hinaus erbringen. Viele Höfe nutzen die Gelegenheit, ihre Direktvermarktung, Hofläden oder regionale Vermarktungskonzepte vorzustellen.

Besonders die Verbindung zwischen Erzeugung und regionalem Konsum spielt dabei eine wichtige Rolle. Verbraucher erhalten Informationen über Herkunft, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten direkt von den Produzenten selbst.

Landwirtschaft bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor

Der Tag des offenen Hofes macht nicht nur die Arbeit auf den Betrieben sichtbar. Er verdeutlicht auch die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft für Niedersachsen.

Das Bundesland zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Agrarregionen Deutschlands. Landwirtschaftliche Betriebe bilden die Grundlage für zahlreiche weitere Bereiche entlang der Wertschöpfungskette – von der Verarbeitung über den Handel bis hin zu Dienstleistungen im ländlichen Raum.

Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Wetterextreme, steigende Kosten und sich wandelnde Anforderungen beeinflussen die tägliche Arbeit vieler Höfe. Der Aktionstag bietet deshalb auch Einblicke in die Bedingungen, unter denen Landwirtschaft heute wirtschaftlich arbeiten muss.

Wer die Höfe besucht, erlebt nicht nur die Produktion von Lebensmitteln, sondern auch die organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Aufgaben, die den Alltag moderner Betriebe bestimmen.

Ein Tag, der Einblicke schafft und Verständnis fördert

Der Tag des offenen Hofes zeigt, wie vielfältig, anspruchsvoll und regional unterschiedlich Landwirtschaft in Niedersachsen organisiert ist. Zwischen Küste und Harz öffnen Betriebe ihre Tore und machen sichtbar, was für viele Menschen sonst verborgen bleibt.

Für Besucher bietet sich die Möglichkeit, Produktionsabläufe kennenzulernen, Fragen zu stellen und direkte Eindrücke vom Alltag landwirtschaftlicher Betriebe zu gewinnen. Für die Höfe wiederum ist die Veranstaltung eine Gelegenheit, ihre Arbeit transparent darzustellen und den Dialog mit der Gesellschaft zu suchen.

Gerade in einer Zeit, in der Landwirtschaft häufig Gegenstand öffentlicher Debatten ist, erhält dieser unmittelbare Austausch eine besondere Bedeutung. Der Blick auf Felder, Ställe und Betriebsabläufe schafft Verständnis für eine Branche, die täglich einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leistet – und deren Arbeit oft erst sichtbar wird, wenn die Hoftore geöffnet werden.

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